Zeitungsvertrieb / post

Das Gesetz verpflichtet die Post, ihre Vertriebspreise distanzunabhängig und den in den grösseren Agglomerationen üblichen Preisen entsprechend zu gestalten. Das heisst, die Preise für abgelegene Gebiete müssen gleich sein wie in den Zentren. Dabei hat es der Gesetzgeber aus demokratiepolitischen Gründen und zur Förderung der Presse in Kauf genommen, dass dieser Bereich für die Post eventuell defizitär ist. Dies sieht die Post anders und erhöht die Preise für den Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften seit Anfang 2014 während dreier Jahren um jährlich zwei Rappen pro Exemplar. Der Verband wehrt sich gegen diese Verteuerung, die alles in allem rund 100 Millionen Franken ausmacht. Ausgerechnet in der epochalen Umbruchphase, in der die Medien stecken, dürfen die Medienhäuser nicht noch stärker dafür belastet werden, dass sie ihren Kunden die Zeitungen und Zeitschriften nach Hause liefern.

Der Verband SCHWEIZER MEDIEN verlangt in einem Verfahren gegen die Post, dass die Tariferhöhungen rückgängig gemacht werden und dass die Post ihre Tarife neu zu berechnen hat. 

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